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Ratgeber/ Rational Kaufberatung

Welche Rational passt
zu meiner Küche?

Die Wahl besteht aus vier Fragen: welche Größe, 1/1 oder 2/1, Pro oder Classic, und neu oder gebraucht. Beantworten Sie sie in dieser Reihenfolge, dann fügt sich der Rest von selbst. Dieser Ratgeber geht sie mit Ihnen durch, mit den Kapazitätsrichtwerten von Rational als Ausgangspunkt.

Von Jos Menting, JMGT Großküchentechnik · Offizieller Rational-Händler · Zuletzt aktualisiert 1. August 2026

Kurz gefasst

Wählen Sie nach Mahlzeiten am stärksten Tag: bis etwa 100 eine 6-1/1 (oder den XS bei engem Platz), 80 bis 150 eine 10-1/1, 150 bis 300 eine 20-1/1. Gehen Sie auf 2/1, sobald Sie dauerhaft mit großen GN-Behältern arbeiten. Wählen Sie den Pro bei wechselndem Personal und den Classic bei fester, erfahrener Brigade. Erst danach entscheiden Sie neu oder gebraucht.

Schritt 1: welche Größe passt zu Ihrer Produktion?

Rational verwendet einen Richtwert auf Basis der Mahlzeiten pro Tag. Nutzen Sie ihn als Ausgangspunkt und korrigieren Sie danach anhand Ihrer Arbeitsweise: viele Gänge gleichzeitig, viele Behälter gleichzeitig oder eine kurze Servicespitze verlangen nach einer Nummer mehr, als der Durchschnitt vermuten lässt.

ModellRichtwert Mahlzeiten pro TagTypische Küche
iCombi Pro XS (6-2/3)Kleines Volumen, ergänzend oder kompaktBar, Foodtruck, Roomservice, kleiner Betrieb mit wenig Platz
6-1/1ca. 30 - 100Restaurant, Café, Bistro, kleines Hotel
10-1/1ca. 80 - 150Belebtes Restaurant, Hotel, Betriebsgastronomie
20-1/1ca. 150 - 300Großküche, Pflegeeinrichtung, Catering
6-2/1, 10-2/1, 20-2/1Wie oben, mit doppeltem GN-Maß je EinschubProduktionsküche, Pflege, Catering mit großen Behältern

Kapazitätsrichtwerte für 6-1/1, 10-1/1 und 20-1/1 nach RATIONAL. Die Praxis hängt von Menü, Gängen und Spitzenverlauf ab.

Schritt 2: 1/1 oder 2/1?

Die Zahl hinter dem Bindestrich ist das Gastronorm-Maß der Einschübe. Ein 1/1-Gerät nimmt GN 1/1-Behälter von 530 mal 325 mm, ein 2/1-Gerät Behälter von 650 mal 530 mm. Bei gleicher Einschubzahl liefert 2/1 also grob das doppelte Volumen, allerdings mit einer deutlich breiteren Maschine.

Faustregel: arbeiten Sie mit 1/1-Behältern und Tellern, bleiben Sie bei 1/1. Arbeiten Sie dauerhaft mit großen Behältern, Backblechen oder ganzen Chargen, wie in einer Pflegeeinrichtung, Cateringküche oder zentralen Produktionsküche, ist 2/1 effizienter je Garvorgang. Wählen Sie 2/1 nicht, weil es größer klingt: Sie kaufen auch mehr Stellfläche und eine höhere Anschlussleistung.

Schritt 3: iCombi Pro oder iCombi Classic?

Das ist kein Qualitätsunterschied, sondern ein Unterschied darin, wer den Garprozess steuert. Der iCombi Pro misst laufend, was im Garraum passiert, und regelt Feuchte, Zeit und Temperatur selbst nach. Der iCombi Classic führt genau das aus, was Sie einstellen, ohne automatische Korrektur.

Der Pro lohnt sich vor allem dort, wo Personal wechselt oder weniger erfahren ist: das Gerät hält das Ergebnis gleich, unabhängig davon, wer die Taste drückt. Den vollständigen Vergleich finden Sie hier: iCombi Pro vs. iCombi Classic.

Unsicher, ob Sie überhaupt einen Kombidämpfer oder eher ein Kochsystem brauchen? Dann lesen Sie: iVario vs. Kombidämpfer.

Schritt 4: elektrisch oder Gas, und passt es physisch hinein?

Elektrisch oder Gas. Elektrisch ist der Standard: einfacher zu installieren, kein Gasanschluss und keine Abgasführung nötig und im Einklang mit der Dekarbonisierung der meisten Küchen. Gas bleibt bei bestehender Gasinfrastruktur oder knappem Stromanschluss relevant. Die Anschlussleistung gibt oft den Ausschlag, beziehen Sie Ihren Installateur früh ein.

Physische Einpassung. Schauen Sie über die Gerätebreite hinaus: Freiraum daneben für Service, Höhe inklusive Abluft, der Transportweg (Türen, Schwellen, Kurven), Bodenbelastung bei 20-Einschub-Geräten, Strom, Wasseranschluss und Ablauf. Ist der Platz wirklich knapp, ist der iCombi Pro XS mit 65,5 cm Breite die kleinste vollwertige Option: iCombi Pro XS im Test.

Die vollständigen technischen Anforderungen stehen hier: Kombidämpfer installieren: Strom, Wasser und Abfluss. Achten Sie besonders auf die Wasserhärte: ohne Enthärtung in einer Hartwasserregion verkürzen Sie die Lebensdauer erheblich.

Was wir beim Aufmaß am häufigsten sehen

Bei Küchenchecks und Aufmaßterminen sehen wir zwei Fehlentscheidungen immer wieder. Die erste ist zu klein zu kaufen, auf Basis des Jahresdurchschnitts. Ein Restaurant mit fünfzig Couverts unter der Woche, aber hundertvierzig am Wochenende, kauft eine 6-1/1 und arbeitet danach jedes Wochenende in zwei Durchgängen. Das kostet Timing und Ruhe in der Küche, genau in den Stunden, in denen die Marge entsteht.

Die zweite ist das Gegenteil: ein 20-Einschub-Gerät in einer Küche, die es selten zur Hälfte füllt, weil einmal Wachstum eingeplant war. Dann zahlen Sie täglich Aufheizung und Stellfläche für Kapazität, die nicht läuft. In diesem Fall ist eine 10-1/1 mit später einem zweiten Gerät fast immer die bessere Route, auch weil Sie dann bei einer Wartung nicht stillstehen.

Was wir deshalb immer zuerst fragen: wie viele Couverts an Ihrem stärksten Tag, wie viele Gänge gleichzeitig aus dem Gerät, und wie erfahren ist das Team, das damit arbeitet. Diese drei Antworten bestimmen in der Praxis das Modell. Baujahr, Neupreis und Funktionen kommen erst danach.

Schritt 5: neu oder gebraucht?

Erst wenn Größe und Ausführung feststehen, ist diese Frage sinnvoll. Eine überholte Rational gart identisch zu einer neuen und ist deutlich günstiger; ein Neugerät bietet die neueste Softwaregeneration und volle Herstellergarantie. Mehr dazu: neu oder gebrauchte Rational und ist eine gebrauchte Rational zuverlässig.

Nächster Schritt

Nennen Sie uns Ihre Couverts am stärksten Tag und ein Foto des vorgesehenen Standorts, dann empfehlen wir das Modell und prüfen, ob es passt.

Häufige Fragen

Welche Größe brauche ich?

Rational nennt als Richtwert: eine 6-1/1 für etwa 30 bis 100 Mahlzeiten pro Tag, eine 10-1/1 für etwa 80 bis 150 Mahlzeiten und eine 20-1/1 für etwa 150 bis 300 Mahlzeiten pro Tag. Rechnen Sie mit Ihrem stärksten Tag, nicht mit dem Durchschnitt, und berücksichtigen Sie, wie viele Gänge gleichzeitig in das Gerät müssen.

Was ist der Unterschied zwischen 1/1- und 2/1-Modellen?

Die Zahl bezieht sich auf das Gastronorm-Maß der Einschübe. Ein 1/1-Gerät nimmt GN 1/1-Behälter (530 x 325 mm), ein 2/1-Gerät das doppelte Maß (650 x 530 mm). Bei gleicher Einschubzahl verdoppelt sich die Kapazität also etwa, das Gerät ist aber auch deutlich breiter. 2/1 ist vor allem in Produktions-, Pflege- und Cateringküchen üblich.

iCombi Pro oder iCombi Classic?

Der Pro nimmt Arbeit ab: er misst, regelt nach und korrigiert selbst während des Garens. Der Classic macht exakt das, was Sie einstellen. Arbeiten Sie mit wechselndem oder weniger erfahrenem Personal und wollen konstante Ergebnisse, rechnet sich der Pro. Haben Sie eine feste, erfahrene Brigade, ist der Classic eine ausgezeichnete und günstigere Wahl.

Elektrisch oder Gas?

Elektrisch ist der Standard: einfacher zu installieren, kein Gasanschluss und keine Abgasführung nötig, und passend zur Dekarbonisierung der meisten Küchen. Gas kann bei bestehender Gasinfrastruktur oder ungünstigen Stromtarifen interessant sein. Beurteilen Sie das immer gemeinsam mit Ihrem Installateur, denn die Anschlussleistung entscheidet meist.

Passt eine Rational überhaupt in meine Küche?

Neben der Gerätebreite zählen der Freiraum daneben und darüber, die Türöffnung auf dem Transportweg, die Bodenbelastung bei großen Modellen, der Stromanschluss, der Wasseranschluss und der Ablauf. Der iCombi Pro XS ist mit 65,5 cm Breite die kleinste Option und passt dort, wo eine 6-1/1 nicht mehr passt.

Sollte ich lieber eine Nummer größer kaufen?

Eine Nummer größer lohnt sich, wenn Sie Wachstum erwarten oder an Spitzentagen bereits in zwei Durchgängen arbeiten. Zwei Nummern größer ist meist verschwendet: Sie zahlen bei Anschaffung, Energie und Stellfläche für Kapazität, die Sie nicht nutzen. Oft ist ein zweites kleines Gerät flexibler als ein sehr großes.